Wir können als Möbelhaus Brunker auf eine lange Firmentradition zurückblicken, die jetzt bereits vier Generationen und über 125 Jahre als Familienbetrieb in Neuerburg umfasst. In dieser Zeit ist viel passiert und wir möchten Ihnen unsere wichtigsten Meilensteine vorstellen:

Mathias Brunker

1895 gründete Mathias Brunker (*1870) nach Beendigung seiner Wanderschaft in Neuerburg in der Braubachstraße eine Schreinerei und stellte bald darauf die ersten Gesellen ein. In der Stadt bekannt wurde er als "Schloffer Mathes"

Werkstatt 1939

Sein Sohn Michael Brunker (*1911) begann bereits in den 1930er Jahren damit,  fertige Möbel zu verkaufen, daneben wurde weiterhin fleißig Schreinerei betrieben. Im Haus Marktplatz 7 befand sich zu dieser Zeit das Sarglager. Bestattungen gehörten zu dieser Zeit ebenfalls zu den Tätigkeiten einer Schreinerei.

Richtfest Marktplatz

Nachdem die zwei kleineren Vorgängergebäude bei dem Bombenangriff Weihnachten 1944 getroffen wurden und völlig ausbrannten, wurde auf dem Marktplatz 7 ein Möbelhaus neu errichtet. Die Ausstellungsfläche im Erdgeschoss ist völlig offen, auf dem Bild des Richtfestes kann man komplett hindurchsehen. 

Familienfoto 1949

Beim Bombenangriff verstarben ebenfalls Mattias und seine Frau. 1949 musste die zweite Generation mit Michael und Paula Brunker wieder ganz von vorne anfangen und Sohn Michael (*1948) wächst im Möbelhaus auf.

Marktplatz 1953

Michael sen. mit Sohn Michael (*1948) vor dem neu eröffneten Möbelhaus auf dem Marktplatz 7. Die Zerstörungen nach dem zweiten Weltkrieg sind noch deutlich sichtbar. Dadurch gab es zwar großen Bedarf an neuen Möbeln, das Geld war aber überall knapp.

Tempo Matador

Das erste eigene Lieferfahrzeug der Firma: Ein Tempo Matador "... geht rückwärts und nicht vor". In der Zeit davor wurde der Fuhrunternehmer mit seinem Pferdefuhrwerk bestellt und es gibt auch eine Geschichte, bei der im Winter bei starkem Schneefall eine dringende Lieferung (Schlafzimmer für die Hochzeit) mit dem Pferdeschlitten nach Rodershausen ausgeliefert worden ist. Es soll auch schon mal vorgekommen sein, dass das eigene Schlafzimmer kurzerhand abgebaut wurde um einen Lieferengpass zu überbrücken. Auch schon damals haben wir alles für die Zufriedenheit unserer Kunden getan.

Hanomag

Mit den ersten Farbbildern kam die Farbe Rot gleich zweifach ins Spiel: zum einen mit dem neuen Lieferfahrzeug, einem Hanomag, zum anderen wurde 1969 die Geschäftsbeziehung mit ALNO begründet, die damals noch Albert Nothdurft Möbelwerke hießen und Anbauküchen herstellten. Einbaugeräte in der heutigen Form waren damals noch völlig unbekannt.

Küche 1970

Eine der ersten Küchen in der Modefarbe orange um 1970. Die Küche ist selbst nach heutigen Maßstäben auf der Höhe der Zeit: Man beachte die Griffleiste, den hochgebauten Geschirrspüler und den Lifttürenschrank. Selbst die Farbe war über 40 Jahre später wieder in den Programmen ALNOFINE und ALNOSUND erhältlich.

Gebäuderohbau 1974

Nachdem die Firmenräume auf dem Marktplatz endgültig zu klein wurden, wurde 1974 auf dem Gelände der ehemaligen Gerberei in der Gerberstraße 1 ein neues Möbelhaus mit der für damalige Verhältnisse großen Verkaufsfläche von 900 m² neu gebaut. Die Gerberstraße war damals Hauptverkehrsstraße, deshalb ist der Eingang dorthin ausgerichtet.

Stephan Brunker 1980

Die vierte Generation, Stephan Brunker (* 1977) ist schon im Alter von drei Jahren sicher, die Zügel irgendwann in der Hand zu haben.

Familenfoto 1982

Mit dem Umbau 1974 hat die dritte Generation unter den wachsamen Augen der Seniorchefin die Führung übernommen, während die Nachfolge bereits gesichert ist. Im Vollsortiment wurden damals während des Sommers auch Campingmöbel vor dem Eingang ausgestellt.

Gebäuderückseite 1984

Durch die Verlegung der Hauptverkehrsstraße wurde die vorher nicht einsehbare Rückseite auf einmal die Vorderseite, so dass 1986 erneut gebaut werden musste.

Gebäude 1992

Mit einer neuen Schaufensterfront erhält das Gebäude seine jetzige Gestalt mit einer auf 1200 m² vergrößerten Verkaufsfläche, durch eine Dachbegrünung verbesserte sich auch das Raumklima.

Michael Brunker jun.

1988 übernahm Michael Brunker jun. das Unternehmen.

ALNOROM

Aktuell in den 90er Jahren: eine ALNOROM in Eiche natur patiniert

ALNOQUARZ

Kaum zu glauben: Zeitgleich gab es mit der ALNOQUARZ auch eine ganz moderne Küche, hier in platinblau mit Eiche schwarz

Gruppenfoto 1990

Auf dem Gruppenbild von 1990 sind neben drei Familiengenerationen auch die langjährigen Monteure Nikolaus Sauber, Ingomar Wolny und Günter Heyen sowie die Reinigungskraft Katharina Bauer vertreten. "In der guten alten Zeit" wurden diese Arbeitsstellen quasi auf Lebenszeit vergeben.

Umbau 2000

Der einsetzende Strukturwandel machte im Jahr 2000 eine Fortführung des Betriebs als Vollsortimentsmöbelhaus in dieser Größenordnung unmöglich. In einem mutigen Schritt wurde alles abverkauft, die Fläche entkernt, neuer Boden und Decke gelegt und die Spezialisierung auf Küchen vollzogen, die schon vorher 60% des Gesamtumsatzes ausmachten.

Küchenstudio 2000

Neben ALNO waren jetzt nur noch Massivholzküchen von Oster im Programm. Die Küche links ist eine ALNOCLASS in Birke Natur mit grafit, diese Planung hat sich über viele Musterküchengenerationen in der Ausstellung gehalten. Rechts eine ALNOTEC in rot - ja, damals waren kräftige Farben ein Thema.

ALNOPUR

Wir bekamen damals auch die erste Funktionsküche für Kochevents: eine ALNOPUR in arktisgelb. Diese Farbe wurde auch in den verschiedensten Kombinationen oft verkauft. Man beachte den rückhaltlosen Einsatz von Kranzgesimsböden zu dieser Zeit.

Gruppenfoto 2000

Gruppenbild mit Familienmitgliedern in der neuen Ausstellung 2003: Stephan Brunker trat als die vierte Generation in die Firma ein und mit Daniel Juchmes und Günter Heyen ist auch eine neue Generation von Monteuren ist für uns unterwegs.

Michael Brunker sen.

Michael Brunker sen. verstarb 2004 nur wenige Jahre nach seiner Ehefrau, interessierte sich aber bis zum Schluss für den Betrieb. Er war nur der Meinung, dass sich in der neuen Ausstellung doch noch irgendwo noch ein Platz für einen Wohnzimmerschrank finden lassen müsste.

Küchenwelten 2007

2007 wurde die Ausstellung erneut umgebaut, diesmal in eine ALNO Küchenwelt mit ALNO als exklusivem Partner, ein logischer Schritt nach einer fast vierzigjährigen Geschäftsbeziehung mit ALNO als wichtigstem Lieferanten. 

ALNOART PRO

Zur gleichen Zeit zeichnet sich ein neuer Trend zu grifflosen Küchen und Glasfronten ab. In der Küchenwelt "Modern" die erste ALNOART pro in Vanille mit Kirschbaum. Anders als bei den grifflosen Küchen der folgenden Generation ist hier das Griffprofil noch in der Front integriert. 

ALNOTERM

Gleichzeitig erlebt eine ALNOTERM in der Küchenwelt "Country" eine Blütezeit im Landhausstil.

Stephan Brunker übernimmt 2014 die Verantwortung und kann sich direkt beweisen als 2017 mit der  Insolvenz der ALNO AG eine fast 50-jährige Partnerschaft unsanft endet. Die Produktion wurde von einem Tag auf den anderen ohne Vorwarnung eingestellt womit die größtmögliche Katastrophe eintrat. Im folgenden halben Jahr haben wir mit größtmöglichen Anstrengungen alle Aufträge zur Zufriedenheit unserer Kunden vollständig erfüllt.

Eingangsbereich 2018

2018 gab es dann folgerichtig eine komplette Neugestaltung der Ausstellung mit drei neuen Lieferanten: Häcker, Sachsenküchen und Beckermann. Da das Sortiment der ALNO AG so breit aufgestellt war, benötigten wir gleich drei Lieferanten um dies gleichwertig abdecken zu können, dadurch können wir jetzt aber auch vieles anbieten was ALNO nicht im Sortiment hatte.

Neue Monteure und Fahrzeuge

Auch in der Auslieferung gab es einen großen Einschnitt: nachdem Daniel Juchmes über 15 Jahre für uns montiert hat, sind wir wieder mit eigenen Fahrzeugen und Monteuren zu unseren Kunden unterwegs.